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In Handarbeit gefertigter Schlüsselanhänger Spinne aus Filz.
Größe: ca.5-6cm handgemacht von einer sehr netten Dame hier in BerlinDas Filzen ist ein altes Handwerk, das seinen Ursprung in der Mongolei hat. Kleidung, Decken und Jurten aus Yakwolle halten warm und sind von langer Lebensdauer. Nachdem
diese Technik auf Grund industrieller Textilfertigung an Bedeutung
verlor, findet sie nun als Kunsthandwerk neue Liebhaber. Wolle, Wasser, Seife und manuelle Arbeit ermöglichen das Fertigen unterschiedlichster Gegenstände und Kleidung in einem Stück. Filz
ist ein Vliesstoff aus Wolle und/oder anderen textilen Fasern. Die
gereinigte, gekämmte und bis zum Vlies aufbereitete und eventuell
gefärbte Rohwolle oder Fasern werden durch eine meist mechanische
Bearbeitung (Filzen und Walken) in einen festen Stoff gebracht. Die
einzelnen Fasern werden dabei miteinander ungeordnet verschlungen.
Nassfilzen (Walkfilze) Bei
der traditionellen, handwerklichen Verarbeitung werden Wolle oder
Tierhaare mit Hilfe von Wasser (Dampf) und Seife (alkalische Filzhilfe)
und dem *Walken* verfilzt. Die Kombination von Wasser und Seife
lässt die Schuppen des Vlies aufstellen, das mechanische Bearbeiten
bewirkt ein Verschlingen und Durchdringen der Fasern. Die aufgestellten
Schuppen verkeilen sich so stark ineinander, dass sie nicht mehr zu
lösen sind. Das Werkstück schrumpft dabei stark und es ergibt sich ein
fester Stoff (textiles Flächengebilde). Die endgültige Form kann dabei
nahtlos aus einem Stück herausgearbeitet werden. Da Walkfilze aus
tierischen Fasern, zum Teil unter Beimischung von Zellwolle, besteht,
handelt es sich dabei um ein Naturprodukt, das biologisch abbaubar ist.
Trockenfilzen Hier wird die trockene Wolle mit Hilfe spezieller Nadeln in eine Form gebracht. Diese
Methode ist der Vorläufer des Vernadelns mit einem Nadelbalken.
Nadelfilz wird mechanisch mit zahlreichen Nadeln mit Widerhaken
hergestellt. Hierbei sind die Widerhaken umgekehrt wie bei einer
Harpune angeordnet, so dass die Fasern in den Filz gedrückt werden und
die Nadel leicht wieder herausgeht. Durch wiederholtes Einstechen
werden die Fasern miteinander verschlungen und eventuell anschließend
chemisch oder mit Wasserdampf nachbehandelt. Solche Nadelvliesstoffe
lassen sich nicht nur aus Wolle, sondern aus praktisch allen anderen
Fasern herstellen. Nadelfilz ist der heute übliche industriell
hergestellte Filz. Außerdem ist noch das Verhaken mit einem gepulsten
Wasserstrahl oder mit einem Bindemittel möglich. Hier können auch Fasern ohne Schuppenstruktur eingesetzt werden (z. B. Polyamid oder Polyester).
Loden (Walkstoff) Dieser
wird zunächst gewebt und erst anschließend gewalkt. Loden spielt
insbesondere in bayrischen und österreichischen Trachten eine wichtige
Rolle. Das Wort Loden ist erstmals im 10. Jahrhundert als lodo
(gewalktes Wollgewebe) belegt, kann aber auch vom mittelhochdeutschen
lodi (Mantel) oder altnordischen lodi (zottiger Mantel) stammen.
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